Drei-Flüsse-Theater Münden e.V.

Sonnenglut für den Sternenputzer

"Sebastian Sternenputzer und der Regenbogen" heißt das Stück, das gestern Premiere hatte. Jubel, Trubel und Aufregung herrschte dabei unter den Zuschauern: Grundschul- und Kindergartenkindern.

"Rübenohr", "Quatschnase", "Dummwurm", "Milchstraßenhüpfer". Diese und ähnliche Ausdrücke schmetterten sich die schrill gestylten Sternenhüpfer Schnick (Ilona Müller) und Schnack (Kim Menkhaus) gleich zu Beginn des Weihnachtsmärchens an den Kopf. Und als sie die Kinder im Zuschauerraum als ganz viele Mondkälber sahen, waren die Grundschul- und Kindergartenkinder nicht mehr zu halten. Sie lachten und jubelten vor Vergnügen. Und den Sternenhüpfern gefiel dies.

Mit Sebastian Sternenputzer (Henning Wende) hatten sie weniger Spaß, denn mit dem gab's Knatsch, weil sie ihn ständig ärgerten und nur Schabernack trieben. Und als er sich dann schlafen legte, weil die beiden ihm sein Werkzeug gesteohlen hatten bekam er Zoff mit Wanda der Wolkenfrau (Anne Paddags). Von ihr erfuhr Sebastian vom kranken Sandmann, und dass nur Sonnenglut helfen würde, ihn zu heilen. Er sollte die Sonnenglut besorgen. Er zögerte, doch als ihm die Kinder im Zuschauerraum versprachen zu helfen, entschloss er sich, auch noch seine Freundin Sonja Sonnenstrahl (Nicole Jankovic) um Hilfe zu bitten und die Sonnenglut zu besorgen.

Während er sich auf den Weg machte, bekamen sich am Wolkenhimmel der Regenmacher Plitsch (Ruth Kues) und der Regenbogenmaler Klecks (Ulrich Tryzna) kräftig in die Wolle. Klecks trieb es mit seinen coolen Sprüchen dermaßen auf die Spitze, dass der sensible Klecks beleidigt abzog und keinen Regenbogen malen wollte, was wiederum die Königin Sonne (Anne Paddags) sehr ärgerte.

"Ist die schön", kam es aus den Zuschauerreihen, als die Sonne über die Bühen schritt. Als Sebastian Sternenputzer ihr seinen Wunsch vortrug, machte sie ihm deutlich, dass sie nichts verschenken würde, bevor nicht ein Regenbogen zu sehen sei. So ließen sich Sebastian und Sonja von den Kindern erzählen was passiert war. Gemeinsam gingen sie es an, Plitsch und Klecks zu versöhnen - so entstand der schönste Regenbogen.

Doch wie sollte es andern sein, hier sorgten die Sternenhüpfer für Verwirrung und Chaos. Doch damit waren die Kinder überhaupt nicht mit einverstanden. Sie schimpften und schrien und ließen sich überhaupt nicht mehr beruhigen. Erst als die Sonne ein wenig Sonnenglut abgab waren sie wieder zufrieden.

Die Akteure vom Drei-Flüsse-Theater haben wieder einmal bewiesen, dass ihre schauspielerischen Fähigkeiten spitzenmäßig sind. Alle haben ihre Rolle mit Leib und Seele verkörpert und sind mit viel Fingerspitzengefühl auf die kleinen Zuschauer eingegangen.

Aber auch die Arbeit hinter den Kulissen hat hervorragend geklappt. Hier waren verantwortlich: Carsten Timm (Bühnenbau), Nicole Wieninger und Ensemble (Bühnenbild), Andreas Rieke (Technik), Lars Bücker (Musik), Traudel Maßen und Heike Zimmermann (Kostüme). Regie führte Dagmar Niemeyer, ihr assestierte Barbara Jünemann.

(...)

(zpy)

Allerlei Schabernack trieben die Sternenhüpfer Schnick und Schnack. (Foto: Siebert)

Quelle: "Hessische Niedersächsische Allgemeine" vom 25.11.2000