Kamenbert mit Zauberschwert
Ein voller Erfolg war die Premiere des Weihnachtsmärchens "Ritter
Kamenbert". Schauspieler des Drei-Flüsse-Theaters leisteten gute
Arbeit.
Können Schauspieler ein höheres Lob bekommen als einen Saal voll
mit Kindern, die lachen, zurufen, klatschen, vor Begeisterung kreischen und
so bei der Sache sind, dass sie am liebsten auf die Bühne springen
möchten, um einzugreifen, damit die Gerechtigkeit und das Gute siegen
?
So ging es den Schauspielern am Freitag zur Premiere. Mit hochroten Wangen
saßen die Kleinen in den Stuhlreihen und waren voll bei der Sache.Sie
freuten sich mit dem Ritter Kamenbert (Henning Wende) und seiner Freundin
Karoline (Ariane Nickl), dass es zum glücklichen Ende kam. Aber vorher
mussten sie ganz schön schwitzen und Ängste ausstehen. Denn der
König von Gorgonzola (Wolfgang Schäfer) schickte seinen Sohn, den
Ritter Kamenbert los, um das Zauberschwert Romadur zu besorgen. Und das war
mit einigen Gefahren verbunden. Dazu musste er in die Höhle des Drachen
(Wolfgang Hesse), der mit seinen drei Neffen (Moritz Knudsen, Anne Paddags
und Julia Tryzna) dort lebte, um ihm den Drachenkäse aus dem Maul zu
nehmen. Und nur mit dem Drachenkäse konnte der Waffenschmied, Meister
Alberich (Michael Müller), das Schwert Romadur schmieden.
Auf dem Weg zur Höhle mussten Kamenbert und Karoline durch den Wald,
in dem sich die Räuber Quargel (Ruth Kues) und Klops (Urte Paddags)
aufhielten. Am Ende schafften es der Ritter und seine Freundin, dass der
Drache seinen Käse freiwillig rausrückte.
Die Schauspieler haben es wieder einmal mehr verstanden, die kleinen Zuschauer
in ihren Bann zu ziehen. Die Darsteller bezogen die Kinder spontan mit ein,
was sicherlich die fest einstudierten Rollen manchmal ins Wanken brachte.
Doch die Akteure reagierten schnell und meisterten jede unvorhersehbare
Situation. Vom schauspielerischen haben alle eine wahre Glanzleistung vollbracht.
Technik: Andreas Rieke, Regie: Dagmar Niemeyer, Regieassistenz: Barbara
Jünemann, Kostüme: Traudel Maaßen und Heike Zimmermann,
Bühnenbau: Carsten Timm, Bühnenbild: Nicole Wieninger und Team,
Musik: Lars Bücker (Eigenkomposition). (zpy)
Ritter Kamenbert und Karoline haben es geschafft, den Drachen mit
Gesang zu besänftigen. (Foto: Siebert)
Quelle: "Hessische Niedersächsische
Allgemeine" vom 24.11.2001

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