Lampenfieber - ein ständiger Begleiter
Drei-Flüsse-Theater wagt sich erstmals an eine Musikrevue
"So geht das nicht", ruft die Regisseurin. "Wenn ihr
Schritte nach vorne macht, müsst ihr auch die
Arme bewegen". Dagmar Niemeyer führt ein hartes Regiment. Und die
Schauspieler des Drei-Flüsse-Theaters halten sich an ihre Kritik. Denn
bis zur Premiere des neuen Stückes Sternschnuppen sind es nur noch wenige
Wochen. Am Freitag, 8. April, ist Premiere.
Diesmal ist es weder ein Kriminalstück noch eine Komödie. Die
komödiantische Revue mit beliebten Schlagern von gestern bis heute
sprudelt vor Witz, Humor und Pep. "Wir haben einen Stapel von
Büchern mit Theaterstücken gelesen und eigentlich sagte uns keines so
richtig zu", erzählt Karin Schwarz. Sie sei dann bei einer
Theateraufführung mit Musik und Tanz in Fürstenberg gewesen und
auf der Rückfahrt kam ihr die Idee, ähnliches in Münden zu inszenieren.
Schnell habe sie die Mitglieder des Drei-Flüsse-Theaters begeistern
können. Das Drehbuch wurde
selbst geschrieben. Eine Auswahl an Liedern wurde festgelegt. Tänzer und
Sänger wurden bestimmt,
die Rollen besetzt. Bei dem Stück gibt es keinen
Gesang aus der Konserve. Alles geschieht live.

Ausgelassene Stimmung: Zu dem Gesang von Tanja Jankovic
tanzen Ilona Müller und Lars Bücker,
Ruth Kues und Bob Menkhaus (von links).
Als nächstes musste die Technik ausgewählt werden. "Das Stück
steht oder fällt mit dem Ton", erklärt Schwarz. Andreas Rieke hat
sich um eine professionelle Beschallung und Lichttechnik mit vielen
Spezialeffekten gekümmert. Den musikalischen Part hat wie immer Lars
Bücker übernommen. Mit
den mehr als 15 Schauspielern hat er 20 Songs einstudiert.
Seit einigen Wochen laufen die Proben auf Hochtouren. Das Wesentliche
sitzt. An den Feinheiten wird gearbeitet. Die Menschen hinter der Bühne
haben ihre Arbeiten erledigt: Plakat und Programmheft
sind entworfen, der Vorverkauf ist organisiert, die Kostüme sind genäht
und das Bühnenbild angefertigt.
"Seit 20 Jahren spielen wir Theater und jedes Mal fragen wir uns
wieder: Kommt das Stück an?",
erzählt Schauspielerin Ruth Kues. Das
Lampenfieber sein ein ständiger Begleiter. "Diesmal ist die
Herausforderung noch größer als bisher", sagt Karin Schwarz.
"Wir spielen keine Komödie, sondern wagen uns auf ein ganz neues
Terrain. Eine Musikrevue haben wir noch nie präsentiert."
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Viel Farbe: Karin
Schwarz, die als Moderatorin auftritt, wird von
Maskenbildnerin Annette Kasten geschminkt. |
Von der Handlung wollen sie nicht zuviel verraten. Es geht um ein
Ehepaar, das sich eine Eurovisions- sendung anschaut, gesendet live aus
Hann. Münden. Während die Frau vertieft in die Sendung ist,
zeigt ihr
Mann kein Interesse. Plötzlich erkennt sie in dem Stück eine Jugendliebe
wieder. Wenig
später steht sie mit auf der Bühne, da findet auch ihr
Mann Interesse an der Sendung.
(ZPY, Fotos: Siebert)
Quelle: "Hessische Niedersächsische
Allgemeine" vom 17.03.2005

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