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Elvis lebt! Drei-Flüsse-Theater Aufführung
"Sternschnuppen" mit durchschlagendem Erfolg
Eine hinreißend schräge Musikrevue
Am Freitag, den 08. April, fand die Premiere der vom
Drei-Flüsse-Theater selbst geschriebenen komödiantischen Revue
"Sternschnuppen" statt. Dabei ließen sich die Zuschauer
bereitwillig von den Schauspielern aus dem Alltag in die Zeit von Peter
Kraus, Connie Francis, Elvis und den Beach Boys entführen. Am Ende waren
sich alle
einig: Elvis, the King, kein Witz - er lebt!
Die Zuschauer erlebten gemeinsam mit "Hildegard" und
"Willi", einem älteren Ehepaar, bei dem
schon etwas die Luft raus ist, die Live-Übertragung eines in Münden
aufgezeichneten Fernseh-
Wunschkonzertes unter dem Titel "Sternschnuppen" - überzeugend
gespielt von Urte Paddags
und Ulrich Tryzna. Die beiden überzeichneten Protagonisten kommentierten,
kaum ist die Flimmer-
kiste an, das Geschehen mit mehr oder weniger passenden Sprüchen und
Gesten, von ihrem
Wohnzimmer, der Vorbühne aus.
Durch das Programm der Show führt eine souveräne
"Moderatorin", Karin Schwarz. Sie tut das
zusammen mit ihrem anfangs noch äußerst schüchternen Bühnen-Gehilfen
Gerhard Menkhaus.
Ob beim Verlesen der Musikwünsche von "Heinz aus Gimte", oder
beim Italienisch-Kurs für
Anfänger - die Moderatorin des Wunschkonzertes findet so ziemlich alles
"entzückend" und mit
ihr das Publikum.
Und natürlich werden die Musikwünsche auch prompt von den
Schauspielern/Sängern des
Theaters erfüllt. Alle Musikstücke der Aufführung werden
"live" gesungen und in erstaunlicher
Qualität und Interpretation vorgetragen. Kenner wissen es längst: Das
Ensemble des Drei-
Flüsse-Theaters verfügt nicht nur über gute Schauspieler(innen),
sondern auch über gleichwohl
hervorragende Sänger und Sängerinnen!

Fast so sexy wie das Original: Lars Bücker begeisterte
in seiner Rolle als "Elvis - the Pelvis"
das Publikum. Bücker steht zurzeit mit seinen Kollegen vom
Drei-Flüsse-Theater mit dem Stück
"Sternschnuppen" auf der Bühne.
Von ruhigen Stücken bis hin zu fetzigen Liedern war am Premiereabend
für jeden Musikgeschmack
etwas passendes dabei. "Der Auftritt von Lili Marleen (gesungen von
Ruth Kues - die Red.) hat bei
mir spontan Gänsehaut erzeugt", berichtete ein begeisterter
Zuschauer in der Pause. Beim "Kriminal-Tango", gesungen von
Tanja Jankovic, legten die Tango-Tänzer Wolfgang Schäfer und
Ariane Nickl eine wahrlich "heiße Sohle" aufs Parkett. Eine
stimmlich perfekte Bill-Ramsey-
Imitation schaffte Wolfgang Schäfer mit dem Lied "Pigalle",
unterstützt von zwei Tänzerinnen der
Jazz Tanzgruppe der TG Münden.
Ariane Nickl sang das Lied "Zwei kleine Italiener", die auch
prompt auf der Bühne erschienen und
sich in typisch südländischer Macho-Manie um die Sängerin stritten.
Michael Müller gab einen
nahezu perfekten Adriano Celentano ("Azzuro") ab und falls Sie
es bisher noch nicht wussten:
Elvis, die Legende, sie lebt! Beim Drei-Flüsse-Theater heißt Elvis
Presleys Alter Ego Lars Bücker.
Bücker zeigt auf der Bühne, dass er den Typ drauf hat und so dauert es
nicht lange, da verzehren
sich die Zuschauerrinnen nicht zuletzt auf Grund der
pantherartigen-lasziven Bewegungen nach ihm.
Gierige Augen verfolgen jede einzelne Bewegung. Und der unvergleichliche
Sex-Appeal und Schmelz
in Elvis' Stimme lässt die weiblichen Fans von einer Ohnmacht in die
nächste fallen.
Derart aufgeheizt, stimmte das Publikum beim Welthit "Que
Sera", gesungen von Tanja Jankovic,
in den Refrain mit ein und waren dann völlig aus dem Häuschen, als der
bisher als schüchtern
geltende "Bühnen-Gehilfe" Gerhard Menkhaus seine große Chance
wahr nahm und als Drafi
Deutscher "Marmor, Stein und Eisen" - plus einige Frauenherzen -
brechen ließ.
Beim Beach Boys-Medley und dem Monkey-Klassiker "I'm A Believer"
betraten dann alle
Sänger/innen und Schauspieler/innen zum Schlussakkord noch einmal die
Bühne.
Tosender Applaus, Standing Ovations und laute Zugaberufe waren der Dank
für eine brilliante
Musik-Revue, die das Drei-Flüsse-Theater seinem Publikum vergnüglich,
kurzweilig und
professionell servierte. Ein Stück, das man auf keinen Fall verpassen
sollte.
Das Buch zu dieser Revue schrieb Daniela Schott, die Regie führen
Dagmar Niemeyer und Daniela
Schott, die technische Leitung hat Andreas Rieke und für die musikalische
Leitung zeichnet sich
Lars Bücker verantwortlich.
(rie/ubs)
Quelle: Mündener Rundschau vom 19.04.2005

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