Ein folgenschwerer Sams-Tag
Spielfreude und eine gelungene Inszenierung - gestern war Premiere des
Weihnachtsmärchens.
Das Leben von Herrn Taschenbier änderte sich an einem Samstag. Die ganze
Woche war was los gewesen, nur heute, am Samstag passierte einfach nichts.
Doch das sollte sich bald ändern. Denn Herr Taschenbier entschloß
sich, spazierenzugehen. Und dabei bemerkte er eine Menschenmenge, die
rätselnd um ein kleines, grünes Wesen stand. Um ein Sams ...
Damit beginnt für Herrn Taschenbier "Eine Woche voller Sams-Tage". So
auch der Titel des diesjährigen Weihnachtsmärchens des Mündener
Drei-Flüsse-Theaters, das gestern Premiere hatte. Mit viel Witz und
Phantasie präsentierte die Schauspielergruppe vor der Schülerschaft
des Grotefend-Gymnasiums eine rundherum überzeugende Gesamtleistung.
Besonders Steve Corsham (Herr Taschenbier) und Ruth Kues als Sams
überzeugten in ihren Rollen. Der verklemmte Junggeselle und das kleine
lustige Wesen zogen bald die jungen Zuschauer in den Bann.
Denn das Sams läßt Herrn Taschenbier nicht mehr los. Der gibt
seinen Widerstand bald auf und versucht, das grüne Wesen mit den rostroten
Haaren und blauen Punkten im Gesicht in seine Junggesellenbude zu schmuggeln.
Vorbei an der resoluten und ebenso neugierigen Vermieterin Frau Rotkohl (Inge
Möhle).
Was folgt ist eine turbulente Woche, voll mit dem frechen und lauten Sams.
Nicht nur die Vermieterin, auch der Geschäftsführer eines Kaufhauses,
der Chef von Herrn Taschenbier und natürlich die Lehrer in der Schule
bringt das Sams mit seinen Geschichten zum Verzweifeln. Und das Publikum
zum Lachen.
Für die Aktiven des Drei-Flüsse-Theaters gab es am Ende der Vorstellung
viel Beifall.
(...)
(zpy)
Quelle: "Hessische Niedersächsische
Allgemeine" vom 30.11.1991

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