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Spannend bis zum Schluß
"Die drei Rätsel des Feuerfalken": Gestern hatte das
Drei-Flüsse-Theater mit diesem Märchen in der Regie von Jürgen
Metz Premiere.
Es ist ihnen gelungen, eine enorme Spannung - nicht nur Kindern - zu vermitteln.
Gebannt wartete das Publikum auf das, was denn noch kommen würde - von
der ersten bis zur letzen Minute. Wieder einmal schien jedem Akteur eine
Rolle auf den Leib geschrieben. Ausgezeichnete schauspielerische Leistungen
begeisterten das Publikum. Einfach stark, die temperamentvollen
Gefühlsausbrüche der Erdbeere BlaBla (Inge Möhle), die belehrenden
Worte des Igels Sokrates (Stefan Kuschel) oder die Bescheidenheit des Blattes
Konkibu (Ilona Müller). Eine Augenweide sind die bunten Kostüme,
alle entworfen und genäht von Traudel Maaßen. Hier ließ
sie Ideen- und Einfallsreichtum walten, genauso wie die Maskenbildnerin Wenke
Held. Bestechend auch die verschiedenen Bühnendekorationen und die
Beleuchtung. Die wichtigsten Szenen wurden immer ins rechte Licht gesetzt.
Ohne Verschnaufpause wurde das rund 60minütige Märchen gespielt,
selbst wenn der Vorhang zum Umbau fiel sorgten die Schauspieler davor oder
zwischen dem Publikum für Action.
Überzeugend spielte jeder seine Rolle, so beispielsweise Heiko Hillebrecht,
ein Neuling im Drei-Flüsse-Theater, der die Rolle des Jorath
übernommen hat. Er nahm allerlei Gefahren auf sich, um seiner kranken
Großmutter zu helfen. Dieser, gespielt von Margret Henkel, nahm man
tatsächlich ab, daß sie krank und leidend ist. Erfrischend hingegen
der Auftritt der hilfsbereiten Fee Elenna (Petra Füllgrabe). Elfenhaft
tänzelte sie immer wieder über die Bühne und half Jorath aus
so mancher brenzliger Situation. Gemütlich und gutmütig wirkte
der Herrscher (Ulrich Tryzna) aus dem Königreich Nimmerlach. Böse
und garstig hingegen benahmen sich die drei Amseln des Feuerfalken (Ruth
Kues, Jutta Löber, Hans-Joachim von Stockhausen). Sie sprühten
nur so von Bösartigkeit genauso wie der Feuerfalke (Stephen Corsham).
Man konnte direkt Angst vor ihm bekommen. Ebenfalls ein Neuling ist Martina
Metje, mit der Rolle der Nixe Deliah wußte sie gut umzugehen.
(...)
Petra Siebert
Am See der vergangenen Liebe angelangt wollte Jorath aufgeben,
das traurige Lied der Nixe hatte ihn mutlos gemacht. Doch Igel Sokrates,
Erdbeere BlaBla und Blatt Konkibu machten im wieder Mut. (zpy/Foto:
zpy)
Quelle: "Hessische Niedersächsische
Allgemeine" vom 26.11.1994

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